Die Jagd auf den Damhirsch in England – Brunft im herbstlichen Park- und Waldland
Das Damwild in England hat eine lange und traditionsreiche Geschichte. Bereits die Römer brachten erste Tiere nach Britannien. Nachhaltig etabliert wurde das Damwild jedoch im 11. Jahrhundert durch die Normannen unter Wilhelm dem Eroberer. Sie führten die Tiere gezielt ein und hielten sie in sogenannten „Deer Parks“, um den Adel mit hochwertigem Wildbret zu versorgen und repräsentative Jagden auszurichten. Heutzutage ist das Damwild eine der Hauptwildarten in England, welches sich enorm ausgebreitet und vermehrt hat.
Historisch gewachsene Estates, strukturreiche Feldreviere sowie alte Eichen- und Buchenbestände bieten ideale Lebensräume für starke Damwildbestände. Besonders in den südenglischen Grafschaften prägt das Damwild seit Jahrhunderten das Landschaftsbild. Die farbenprächtige Herbstkulisse schafft dabei einen einzigartigen Rahmen für die Jagd – vom starken Vollschaufler bis zu abnormen Trophäen ist alles dabei.
Die Brunft findet in der Regel von Mitte Oktober bis in den November statt. In dieser Zeit stehen die Hirsche auf ihren Brunftplätzen, und die Chancen sind ideal, im Rahmen einer geführten Pirsch oder eines Ansitzes einen reifen Brunfthirsch waidgerecht zu erlegen. Aber auch nach dieser Zeit, geht die Jagd auf den Hirsch, sowie das Kahlwild weiter- bis Ende Februar.
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